Bergrettung Ehrwald
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Eiger Nordwand bezwungen
Unser Ortsstellenmitglied Riccardo Mizio und sein Kollege Florian Sonnweber von der Ortsstelle Reutte, beide angehende Bergführer, durchstiegen über die klassische Heckmair-Route die Eiger-Nordwand...

Die berühmt-berüchtigte Eiger-Nordwand ist eine der grossen Nordwände der Alpen, sie hat eine Höhe von über 1800 Metern. Mit einer Länge von bis zu vier Kilometern zählen die Kletterrouten durch die Wand zu den längsten und anstrengendsten der Alpen.
Hier ein kurzer Bericht von Sonnweber Florian über die sehr anspruchsvolle und nicht alltägliche Tour:

Mizio/Sonnweber / Aufstieg / Zum Vergrößern auf das Bild klicken  Mizio/Sonnweber / Aufstieg2 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken  Mizio/Sonnweber / Sonnenuntergang / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Mizio/Sonnweber / Todesbiwak / Zum Vergrößern auf das Bild klicken  Mizio/Sonnweber / Gipfelfoto / Zum Vergrößern auf das Bild klicken  Mizio/Sonnweber / eiger_route / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
 

Eigernordwand
8. April bis 9. April 2017

 

(Grindelwald)Tag 1. Anfang April starteten Riccardo und ich (Florian) am Freitag in der Früh von Reutte nach Grindelwald los. Von dort aus ging es mit der Bahn hinauf zum Eigergletscher.
 
Tag 2. Nach einer eher bescheidenen Nacht in einer Garage starteten wir um 6 Uhr in die Eigernordwand auf. Für uns beide war die Wand komplettes Neuland. Der untere Teil und die Schneefelder waren in sehr guten Verhältnissen - recht viel Schnee mit einer guten Stapfspur.  Vor uns waren bereits einige Seilschaften unterwegs, zu denen wir dann zwischen dem ersten und zweiten Eisfeld aufschlossen. Dort begann es sich dann leider zu stauen und wir kamen nur sehr langsam voran. Der Grund dafür war, dass nur sehr wenig Eis vorhanden war und der Eisschlauch komplett trocken war. So arbeiteten wir uns langsam voran bis zum Todesbiwak, wo wir auch die Nacht biwakierten.
 
Tag 3. Nach einer recht erträglichen Nacht starteten wir bei Tagesanbruch weiter in die Rampe. Über Brüchiges Band, Götterquergang, Spinne und Quarzriss kamen wir zu den Aufstiegsrissen. Nach 3 Seillängen in den Aufstiegsrissen waren auch diese hinter uns und wir marschierten die letzten 150 Höhenmeter übers Gipfeleisfeld hinauf.
 
Müde aber überglücklich standen wir schließlich um ca. 17:00 Uhr am Gipfel des Eigers.
Bei nebliger Sicht und sulzigen Verhältnissen ging es anschließend über die Westflanke runter. Glücklicherweise erwischten wir gerade noch die allerletzte Bahn um 19:00 Uhr ins Tal.
 
Mit dieser Tour ging ein langersehnter Traum für uns beide in Erfüllung.

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